Geschäftsordnung V2

Geschäftsordnung der Mitgliederversammlung des Netzwerks für Effektiven Altruismus Deutschland

§1Versammlungsämter

(1) Die Mitgliederversammung wählt

  1. Eine Wahlleitung,
  2. und eine Protokollführung.

(2) Die Amtszeit von Versammlungsämtern beginnt mit der Wahl des jeweiligen Versammlungsamts durch die Versammlung und endet mit dem Ende der Versammlung, durch Rücktritt oder Abberufung durch die Versammlung.

(3) Bei Rücktritt von einem Versammlungsamt ist unverzüglich eine Nachfolge zu wählen.

§2 Anträge zur Geschäftsordnung auf Mitgliederversammlungen

(1) Anträge zur Geschäftsordnung sind Anträge die sich auf den Ablauf und das Verfahren auf Mitgliederversammlungen beziehen.

(2) Das Stellen von Anträgen zur Geschäftsordnung auf Mitgliederversammlungen erfolgt durch Zuruf oder Heben beider Hände. Diese Anträge sind sofort zu behandeln. Redner*innen dürfen hierdurch nicht unterbrochen werden.

(3) Bei Abstimmungen über Anträge zur Geschäftsordnung sind alle anwesenden Vereinsmitglieder stimmberechtigt, soweit nicht anders bestimmt. Anträge zur Geschäftsordnung bedürfen der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit nicht anders bestimmt.

§ 3 Wahlen und Abstimmungen durch Zustimmung

(1) Gemäß §9 (11) der Satzung entscheiden bei Abstimmungen und Wahlendie einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen bleiben außer Betracht.

(2) Gemäß §9 (12) der Satzung können Satzungsänderungen und die Auflösung des Vereins nur mit einer Mehrheit von 2/3 der anwesenden Vereinsmitglieder auf einer Mitgliederversammlung beschlossen werden.

§ 4 Wahlen und Abstimmungen bei mehreren Kandidat*innen oder Optionen

(1) Bei Wahlen und Abstimmungen mit mehreren Kandidat*innen oder Optionen findet eine Wahl durch Zustimmung statt. Die Wahlleitung fragt für jede Kandidat*in oder Option die Zustimmungen und Ablehungen zu dieser*m Kandidat*in oder Option ab. Enthaltungen sind möglich, werden aber nicht gezählt.

(2) Kandidat*innen oder Optionen die nicht das nötige Quorum erfüllen sind nicht gewählt. Falls es keine abweichende Regelung gibt, ist das Quroum in der Regel durch mehr Zustimmungen als Ablehnungen erfüllt.

(3) Die Wahlleitung erfasst nach der Wahl das Ergebnis jede*r Kandidat*in oder Option in einer Ergebnisliste. Diese Ergebnisliste erfasst für jede*n Kandidat*in oder Option jeweils

  1. gegebenenfalls die Rangfolge,
  2. den Namen der*des Kandidat*in oder die Beschreibung der Option,
  3. gegebenenfalls die Nummerauf dem Stimmzettel,
  4. die Anzahl der Zustimmungen,
  5. die Anzahl der Ablehungen,
  6. das Verhältnis der Zustimmungen zu Ablehnungen,
  7. gegebenenfalls die Anzahl der Stimmen bei einer Stichwahl,
  8. gegebenenfalls das Ergebnis eines Losentscheides,
  9. sowie die Feststellung der Wahlleitung ob die Kandidat*in oder Option das notwendige Quorum erfüllt hat und
  10. ob die*der Kandidat*in oder Option gewählt wurde odernicht gewählt wurde.

Die Ergebnisliste ist absteigendnach dem Verhältnis der Zustimmungen zu den Ablehnungen, danach absteigend nach dem Ergebnis Stichwahl und danach Absteigend nach dem Ergebnis der Losentscheide zu ordnen.Die Ergebnisliste ist dem Protokoll beizufügen.

(4) Wenn bei einer Wahl eine Person gewählt wird oder das Ergebnis einer Abstimmung eine Option zulässt, ist die Person oder Option gewählt, welche das größte Verhältnis der Zustimmungen zu Ablehnungen erreicht hat und das notwendige Quorum erfüllt hat.

(5) Wenn bei einer Wahl mehrere Personen gewählt werden können oder das Ergebnis einer Abstimmung mehr als eine Option zulässt und die Anzahl der wählbaren Personen oder möglichen Optionen nicht begrenzt ist, sind die Personen oder Optionen gewählt, welche das notwendige Quorum erfüllt haben.

(6) Die Anzahl der wählbaren Personen bei einer Wahl oder bei einer Abstimmung kann auf Antrag vor der Wahl oder Abstimmung begrenzt werden.

(7) Wenn bei einer Wahl mehrere Personen gewählt werden können oder das Ergebnis einer Abstimmung mehr als eine Option zulässt und die Anzahl der wählbaren Personen oder möglichen Optionen durch Antrag oder eine andere Regelung begrenzt ist, sind jeweils die Kandidat*innen oder Optionen gewählt, die auf der Ergebnisliste weiter oben stehen und das notwendige Quorum erfüllt haben bis die Anzahl der wählbaren Personen oder möglichen Optionen erreicht ist.

(8) Wenn bei einer Wahl oder Abstimmung eine Rangolfge der Kandidat*innen oder Optionen vorgesehen ist, so ergibt sich diese aus der Reihenfolge der Ergebnisliste.

(9) Bei Stimmengleichheit welche für den Ausgang der Wahl relevant ist, wird eine Stichwahl zwischen den stimmgleichen Kandidat*innen oder Optionen durchgeführt. Dabei wird nur die Zustimmung zu der jeweiligen Kandidat*in oder Option abgefragt. Die Kandidat*innen oder Optionen werden absteigend nach der Anzahl der Zustimmung bei der Stichwahl berücksichtigt. Wenn es bei dieser Stichwahl wieder zu Stimmgleichheit kommt, entscheidet die Wahlleitung den Ausgang der Wahl oder Abstimmung per Los.

(10) Die Wahl kann auf vorgefertigten Stimmzetteln mit Verweis auf Nummern für die*denjeweilige*n Kandidat*in oder Option erfolgen. Die Zuordung der Nummern ist den Wahlberechtigten anzuzeigen und im Protokoll vor der Wahl zu vermerken.

§ 5 Protokoll

Ein Protokoll enthält immer:

  • Termin, Ort, Beginn und Ende der Sitzung
  • eine Liste der anwesenden Personen
  • Name der protokollführenden Person und von weiteren Versammlungsämtern
  • die Abstimmungsverhältnisse zu allen gefassten Beschlüssen
  • die Tagesordnung
  • die wesentlichen Inhalte der Diskussion
  • ggf. die Feststellung der Beschlussfähigkeit

2021-04-21